Stephan von Wehren, Asieh Jalaeeyan, Jan Lyzwa, Thorsten Leusmann, Jochen Zehfuß
2026BAUINGENIEUR
Abstract
In diesem Beitrag wird das Hochtemperaturverhalten von Betonen mit großem Anteil rezyklierter Gesteinskörnungen in Bezug auf die Druckfestigkeit untersucht. Grundlage bilden die Anforderungen an rezyklierte Gesteinskörnungen gemäß DIN EN 12620 [1] sowie die nationalen Regelungen zum Einsatz von R-Beton nach DIN 1045-2 [2]. Die DIN 1045-2 [2] begrenzt den zulässigen Anteil grober rezyklierter Gesteinskörnungen auf maximal 45 % für Typ 1 beziehungsweise 35 % für Typ 2. Für die Bemessung im Brandfall wird der Anteil der rezyklierten Gesteinskörnungen gemäß DIN EN 1992-1-2 [3] auf 20 % begrenzt, wobei im Nationalen Anhang zu DIN EN 1992-1-2 [4] eine Erweiterung auf bis zu 25 % vorgesehen ist. Für Betone mit größeren Substitutionsraten sind nach [3, 4] experimentelle Nachweise erforderlich. Für eine systematische Untersuchung des Einflusses großer Anteile rezyklierter Gesteinskörnung auf die Druckfestigkeit unter hohen Temperaturen wurden in [5] neben normkonformen Rezepturen auch Betone mit deutlich erhöhten Substitutionsraten gegenüber den in der Norm zulässigen Anteilen entwickelt. Die Ergebnisse der Hochtemperaturversuche zeigen, dass Betone mit rezyklierten Gesteinskörnungen auch bei hoher Temperatureinwirkung vergleichbare Leistungsfähigkeiten zeigen wie Betone mit natürlicher Gesteinskörnung.
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WEHREN, Stephan von, et al. Einfluss großer anteile rezyklierter gesteinskörnungen auf die hochtemperaturdruckfestigkeit von beton/influence of high proportions of recycled aggregates on the high- temperature compressive strength of concrete. BAUINGENIEUR, 2026.