J. Hübner, Kerstin Roth
2026.5.28LILI-ZEITSCHRIFT FUR LITERATURWISSENSCHAFT UND LINGUISTIK
Abstract
Zusammenfassung Im vorliegenden Beitrag wird die Frage thematisiert, was aus sprachhistorischer Perspektive als ›normal‹ gilt und das Entstehen von Norm als Konzept im zeitgenössischen Diskurs betrachtet. Im Fokus steht insbesondere das Normkonzept und dessen Repräsentation in Grammatiken und Fremdsprachenlehrwerken des 16. und 17. Jahrhunderts. Durch die Untersuchung dieser Textsorten kann die Dynamik sowie die Komplexität des Normbegriffs sowohl aus der Gelehrtenperspektive als auch aus Sicht der Sprachmeister als Verfasser der Lehrwerke beleuchtet werden. Eine Erkenntnis ist, dass das Normale auch innerhalb der Grammatikschreibung mehrdeutig ist: Während die Grammatiker die Identifizierung und Kodifizierung einer einheitlichen Norm anstreben, nehmen die Autoren der Lehrwerke vor allem eine Gebrauchsperspektive ein.
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HÜBNER, J.; ROTH, Kerstin. Was ist eigentlich normal? LILI-ZEITSCHRIFT FUR LITERATURWISSENSCHAFT UND LINGUISTIK, 2026.