Academic and Historical Perspectives in PsychologyCounseling Practices and SupervisionPsychology, Coaching, and Therapy

Klara Eisert, Franziska Kühne, Florian Weck, Ulrike Maaß

2026.5.28ZEITSCHRIFT FUR KLINISCHE PSYCHOLOGIE UND PSYCHOTHERAPIE

DOI: 10.1026/1616-3443/a000864

Abstract

Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Der neue Masterstudiengang „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ („KliPPt-Master“) verfolgt das Ziel, Studierenden sowohl praktische als auch wissenschaftliche Kompetenzen zu vermitteln. Entscheidend dafür sind die Lehrenden, die die Anforderungen der Approbationsordnung in ihrer Lehre umsetzen. Fragestellung: Wie schätzen Lehrende die klinisch-praktische und die wissenschaftliche Kompetenz der KliPPt-Studierenden im Vergleich zu M.Sc.-Psychologie-Studierenden ein? Wie gut bereitet der KliPPt-Master aus ihrer Sicht auf verschiedene Karriereschritte vor? Worin werden seine Vor- und Nachteile gesehen? Methode: Es nahmen N = 251 Lehrende an einer querschnittlichen Online-Befragung teil. Ergebnisse: Die praktische Kompetenz der KliPPt-Studierenden wurde signifikant niedriger bewertet als ihre wissenschaftliche Kompetenz ( d = -0.26). Im Vergleich zu M.Sc.-Psychologie-Studierenden zeigte sich eine höher eingeschätzte praktische ( d = 0.67) und eine niedriger eingeschätzte wissenschaftliche Kompetenz ( d = -0.63). Eine Vernachlässigung wissenschaftlicher Inhalte wurde kritisiert. Schlussfolgerungen: Lehrende sehen eine positive Entwicklung der klinisch-praktischen Kompetenz, betonen jedoch die Notwendigkeit einer besseren Integration praktischer und wissenschaftlicher Inhalte.

Citation format

EISERT, Klara, et al. Wie kompetent sind die klippt-studierenden? ZEITSCHRIFT FUR KLINISCHE PSYCHOLOGIE UND PSYCHOTHERAPIE, 2026, 55(2): 68–77.