L. Negrin
Abstract
Zusammenfassung Traditionelles Taekwondo ist eine waffenlose koreanische Kampfkunst, während olympisches Taekwondo eine dynamische Vollkontaktsportart ist, die hohe technische und neuromuskuläre Anforderungen stellt und von explosiven Tritten, schnellen Distanzwechseln und intermittierenden Hochintensitätsbelastungen geprägt ist. Mithilfe von Sensoren in der Ausrüstung erfasst das Protector Scoring System Treffer an Brustpanzer und Kopfschutz objektiv. Taekwondo hat zahlreiche positive Auswirkungen auf den Körper, die mentale Gesundheit und die Lebenshaltung, birgt jedoch ein erhebliches Risiko für akute Verletzungen. Diese betreffen vor allem die unteren Extremitäten, insbesondere die Knie- und Sprunggelenke. Grund dafür sind die schnellen Drehbewegungen, die Tritte und die Belastung des Standbeins. Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen sind zwar seltener, aber klinisch äußerst relevant. Sportmediziner:innen stehen vor der Herausforderung, eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, die eng mit der Physiotherapie und dem Training verzahnt ist. Diese Betreuung zielt auf die Erhaltung der Gesundheit der Athlet:innen, auf ihre Leistungsoptimierung sowie auf ihre Rehabilitation und eine erfolgreiche Rückkehr in den Wettkampfsport ab.
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NEGRIN, L. Olympisches taekwondo aus sportmedizinischer sicht. Sports Orthopaedics and Traumatology, 2026.