M. Krämer, Cornelia Wippich, T. Schwank, M. Mattenklott, K. Pitzke
Abstract
Als Grundlage für die Beurteilung der Luft am Arbeitsplatz und in diesem Zusammenhang der inhalativen Exposition von Beschäftigten gegenüber Metallen und deren Verbindungen werden unter anderem Beurteilungsmaßstäbe wie Arbeitsplatzgrenzwerte oder auch maximale Arbeitsplatzkonzentrationen herangezogen. Sofern sich solche auf bestimmte Verbindungsgruppen beziehen, die nach ihrer Löslichkeit klassifiziert sind (beispielsweise lösliche und schwerlösliche Verbindungen), stellt sich die Frage nach der Definition des (Schwer-)Löslichkeitsbegriffs. Für die (fehlende) Löslichkeit einer chemischen Verbindung können diverse Faktoren von Relevanz sein, die die chemische Verbindung selbst, aber ebenso äußere Bedingungen betreffen. Im vorliegenden Artikel soll beispielhaft beschrieben werden, wie sich die für das Lösungsverhalten einer chemischen Verbindung relevanten (und für Löslichkeitsversuche gewählten) Parameter in Abhängigkeit von der Betrachtungsweise unterscheiden können. Anhand der für unterschiedlichen Gruppen an Aluminiumverbindungen etablierten maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen soll zudem demonstriert werden, welche Herausforderungen für die Entwicklung geeigneter Messverfahren und somit auch für die Überwachung von Arbeitsplätzen aus einer Klassifizierung von Metallverbindungen nach ihrer Löslichkeit resultieren können.
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KRÄMER, M., et al. Löslichkeit von aluminium und seinen verbindungen – eine frage der perspektive?/the solubility of aluminium and its compounds – a matter of perspective? GEFAHRSTOFFE REINHALTUNG DER LUFT, 2026, 86(05-06): 105–112.