Julia Villotti
Abstract
Die offenen Grenzen im Schengenraum und der freie Personenverkehr haben nicht nur Erleichterungen für Einzelne und Unternehmen mit sich gebracht, sondern auch zu einer Zunahme von grenzüberschreitender Kriminalität geführt. Deren Erscheinungsformen sind insbesondere auch aufgrund der sich stetig weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten vielfältig und komplex. Kinder sind den damit verbundenen Gefahren im Vergleich zu Erwachsenen in besonderem Maße ausgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass sich der Schutz von Kinderrechten im Unionsrecht aus der justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen heraus entwickelt hat und mittlerweile zu den Zielen der Europäischen Union zählt, geht der vorliegende Beitrag der Frage nach, inwieweit sich in diesem Bereich ein unionsrechtliches Schutzregime für Kinder etabliert hat. Während im vorliegenden ersten Teil auf die Situation von Kindern eingegangen wird, die Opfer von Straftaten sind, ist der zweite Teil der Situation von Kindern gewidmet, die selbst als Verdächtige oder Beschuldigte in Strafverfahren geführt werden.
Citation format
VILLOTTI, Julia. Ein raum der freiheit, der sicherheit und des rechts auch für kinder? Teil 1. Zeitschrift fur Europarechtliche Studien, 2026, 29(1): 33–76.