Civil and Structural Engineering ResearchEnvironmental Science and Water ManagementHydraulic flow and structures

Mareike Zurmühl

2026.4.1WasserWirtschaft

DOI: 10.1007/s35147-026-2645-z

Abstract

Zusammenfassung Der Fachbeitrag analysiert die Leistungsfähigkeit und Sicherheit einer Hochwasserentlastungsanlage durch den direkten Vergleich eines physikalischen und eines numerischen Modells. Im Fokus stehen die Strömungsverhältnisse im Bauwerk, insbesondere die Druckverteilung vor und an der Schanze sowie die Charakteristik des austretenden Freistrahls. Die Untersuchung umfasst sowohl maximale Durchflüsse von bis zu 2.000 m³/s als auch kritische Betriebszustände mit kurzzeitigen Fließgeschwindigkeiten von bis zu 50 m/s. Dabei werden die Ergebnisse beider Modelle gegen etablierte Berechnungsansätze aus der Literatur validiert, um die Aussagekraft der Modellergebnisse zu überprüfen. Ein zentrales Ergebnis ist die hohe Übereinstimmung beider Modellierungsarten, die sich gegenseitig bestätigen und systematische Fehlerquellen leichter identifizieren lassen. Besonders detailliert wird die Druckverteilung entlang der Schanze betrachtet, wobei sich zeigt, dass bestehende Berechnungsformeln teilweise stark abweichen. Zudem werden die Form und der Verlauf des Freistrahls untersucht, wobei überraschenderweise keine signifikanten Energieverluste durch Lufteintrag festgestellt wurden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diskussion von Modellfehlern und -effekten, wie etwa der Netzqualität im numerischen Modell oder konstruktiven Unstimmigkeiten im physikalischen Aufbau. Die Studie unterstreicht die Bedeutung hybrider Modellierungsansätze für die Optimierung wasserbaulicher Anlagen und zeigt, wie numerische Simulationen flexiblere Auswertungen ermöglichen, während physikalische Modelle als zuverlässige Kalibrierungsgrundlage dienen. Abschließend werden Empfehlungen für den Einsatz von Grobstruktursimulationen (LES) und alternativen Modellansätzen gegeben, die für ähnliche Bauwerke mit hohen Strömungsgradienten geeignet sein könnten. KI-Generiert Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert. Originaltext anzeigen Zusammenfassung Hochwasserentlastungsanlagen sind komplexe, sicherheitsrelevante Bauwerke, für die keine Prototypen im Originalmaßstab gebaut werden können. Physikalische Modelle sind daher wichtig für Planung und Optimierung solcher Anlagen. Mit zunehmender Rechenleistung setzen sich numerische Modelle immer mehr durch. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurden beide Modelltypen vergleichend untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine gute Übereinstimmung und betonen die Chancen der Hybridmodellierung, wobei die Modellergebnisse immer kritisch betrachtet werden müssen. KI-Zusammenfassung anzeigen

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ZURMÜHL, Mareike. Zwei modelle ein ergebnis? Untersuchungen an einer hochwasserentlastungsanlage. WasserWirtschaft, 2026, 116(4): 45–51.