Arts, Culture, and Music StudiesGerman Literature and Culture StudiesTheater, Performance, and Music History
DOI: 10.1007/s41245-026-00283-6

Abstract

Zusammenfassung Dieser Beitrag analysiert die Bestrebungen einer Dynamisierung von Übergängen auf der Bühne und im dramatischen Text als gemeinsames Projekt der Berliner Theateravantgarden des frühen 20. Jahrhunderts. Anhand der Untersuchung des Zusammenwirkens aus Akt und Vorhang, technischen Neuerungen und inszenierten Texten, unter anderem der Reinhardt-Bühnen und der Piscator-Bühne am Nollendorfplatz, zeigt er exemplarisch auf, dass fließende, schnelle Übergänge hier als Nexus von Dramenform, Bühnenform und Theatertechnik in den Fokus reformatorischer Bestrebungen geraten. Dies führt einerseits zur Entwicklung neuer Bühnen, wie der Drehbühne oder der filmisierten Simultanbühne, andererseits zur Entstehung neuer Texte, wie der Revue, sowie einer aktualisierten Popularität von Shakespeare-Stücken. Übergänglichkeit wird damit als Signum der Theatermoderne diskutiert, da sie es erlaubt, die medialisierte und temporalisierte Erfahrungswelt des beginnenden 20. Jahrhunderts akkurat darzustellen.

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KÖNIG, S. öKonomie der übergänge. DEUTSCHE VIERTELJAHRSSCHRIFT FUR LITERATURWISSENSCHAFT UND GEISTESGESCHICHTE, 2026, 100(1): 43–68.