Social Power and Status DynamicsPsychology of Moral and Emotional JudgmentExperimental Behavioral Economics Studies

Isabel Thielmann

2026.2.3PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU

DOI: 10.1026/0033-3042/a000741

Abstract

Zusammenfassung: Prosoziales Verhalten – verstanden als Handlungen zum Wohle anderer, die oft mit persönlichen Kosten einhergehen – ist allgegenwärtig und ein zentraler Bestandteil des sozialen Miteinanders. Allerdings sind nicht alle Personen gleichermaßen gewillt, prosozial zu handeln; ebenso werden nicht alle Personen gleichermaßen prosozial behandelt. Der vorliegende Artikel beleuchtet diese systematischen Unterschiede aufseiten der Akteur_innen und Rezipient_innen prosozialen Verhaltens. Zum einen können interindividuelle Unterschiede, wie Persönlichkeitsmerkmale, erklären, warum manche Menschen bereitwillig Kosten auf sich nehmen, um anderen zu helfen, während andere primär ihren eigenen Nutzen verfolgen. Zum anderen beeinflussen Charakteristika wie physische Attraktivität oder Gruppenzugehörigkeit, ob und in welchem Ausmaß Menschen prosoziales Verhalten erfahren. Beispielsweise wird attraktiven Personen und Mitgliedern der eigenen Gruppe tendenziell mehr Prosozialität entgegengebracht als anderen Personen. Insgesamt liefert der Artikel Einblicke in die Rolle stabiler Personenmerkmale und sozialer Dynamiken für prosoziales Verhalten und bietet Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.

Citation format

THIELMANN, Isabel. Prosoziales verhalten. PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU, 2026.