Robert Langs
2026.2.23FORUM DER PSYCHOANALYSE
Abstract
Obwohl die ernsthafte Betrachtung der unbewussten Kommunikation zwischen Patient und Analytiker ihre Ursprünge um 1900 hat, glauben viele, dass ihre vollständige Ausarbeitung noch vor uns liegt. Es erscheint inzwischen wahrscheinlich, dass es noch ein ganzes Jahrhundert dauern wird, bis die ganze Fülle der Aspekte in diesem Bereich verstanden werden wird. Abgeleitet von Freuds (1900) Modell der Beziehung zwischen Tagesrest und Traum – im Grunde ein Stimulus-Reaktion-Paradigma – sind die Auswirkungen der Untersuchungen des Bewusstseins, das sich spiralförmig entwickelt, überraschend umfangreich. Das gilt insbesondere für die unbewusste kommunikative Interaktion zwischen Patient und Therapeut oder Analytiker. Dieser Beitrag beschreibt die grundlegenden Komponenten des kommunikativen Ansatzes sowie kritische Aspekte der jüngsten Überlegungen dazu als Brücke zur Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft und schließt ab mit der Erörterung neuer Probleme, die durch diese Darstellungen erkennbar werden und deren Lösungen noch vor uns liegen.
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LANGS, Robert. Der kommunikative ansatz und die zukunft der psychoanalyse. FORUM DER PSYCHOANALYSE, 2026, 42(1): 93–111.