Dr. Bernhard Lachenmayr, München Sprecher, AutorinnenAutoren
Abstract
Liegen angeborene oder frühkindlich erworbene homonyme Gesichtsfeldausfälle vor, die von der bzw. dem Betroffenen sicher und zuverlässig ausgeglichen werden, so kann im begründeten Einzelfall für Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Gruppe 1 von den Anforderungen der Anlage 6 zur FeV nach unten abgewichen werden. Dies kann bis zu einer fast vollständigen homonymen Hemianopsie gehen, sofern eine zentrale Restinsel erhalten geblieben ist und durch Blick- und Kopfdrehungen das fehlende Gesichtsfeld ausreichend kompensiert wird. Zusätzlich muss Lesefähigkeit gewährleistet sein, d. h. das Gesichtsfeld muss sicher noch mindestens 2° in das geschädigte Halbfeld reichen. Publication History Article published online: 26 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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LACHENMAYR, Dr. Bernhard; SPRECHER, München; AUTORINNENAUTOREN. Angeborene oder frühkindlich erworbene homonyme gesichtsfeldausfälle und fahreignung. KLINISCHE MONATSBLATTER FUR AUGENHEILKUNDE, 2026, 243(02): 89–91.