Child and Adolescent Psychosocial and Emotional DevelopmentFamily and Disability Support ResearchEarly Childhood Education and Development

M. Stacheder, Elisa Oppermann, K. Wolf, Yvonne Anders

2026.2.27ZEITSCHRIFT FUR PADAGOGISCHE PSYCHOLOGIE

DOI: 10.1024/1010-0652/a000405

Abstract

Zusammenfassung: Das häusliche Lernumfeld als erste und wichtigste Lernumgebung für Kinder hat einen erheblichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Insbesondere die Qualität der Eltern-Kind-Interaktionen spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da sie den Kindern alltägliche Lernmöglichkeiten bieten. Das Family Stress Model ( Masarik & Conger, 2017 ) geht davon aus, dass Stressoren zu elterlichen Belastungen führen können, die sich negativ auf die Eltern-Kind-Interaktionen auswirken. Zudem wird angenommen, dass Schutzfaktoren solche negativen Zusammenhänge abschwächen können. Die vorliegende Studie ( N = 126 Eltern-Kind-Dyaden) untersucht die Zusammenhänge zwischen elterlichem Stressempfinden und der Qualität der Eltern-Kind-Interaktionen unter Berücksichtigung der elterlichen Empathiefähigkeit als potenziellem Schutzfaktor. Elterliches Stressempfinden wies keine signifikanten Zusammenhänge mit der Interaktionsqualität auf. In einem Gruppenvergleich zeigte sich ein exponentiell negativer Zusammenhang zwischen Stressempfinden und Interaktionsqualität bei Eltern mit geringerer Empathiefähigkeit. In der Gruppe der Eltern mit höher ausgeprägter Empathiefähigkeit zeigte sich hingegen kein signifikanter Zusammenhang. Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass elterliches Stressempfinden nicht zwangsläufig zu einer Reduktion der Interaktionsqualität führt, sondern das Ausmaß des Stressempfindens sowie das Vorhandensein von Schutzfaktoren von Bedeutung sind.

Citation format

STACHEDER, M., et al. Elterlicher stress und interaktionsqualität: Welche rolle spielt empathie? ZEITSCHRIFT FUR PADAGOGISCHE PSYCHOLOGIE, 2026.