J. Pochhammer

2026.1.12COLOPROCTOLOGY

DOI: 10.1007/s00053-025-00937-7

Abstract

Die Therapie des Rektumkarzinoms steht im Spannungsfeld zwischen onkologischer Radikalität, perioperativer Sicherheit und langfristigem Funktionserhalt. Durch Etablierung der totalen mesorektalen Exzision (TME) sowie moderne multimodale Konzepte mit neoadjuvanter Radio‑/Chemotherapie und totaler neoadjuvanter Therapie sanken Lokalrezidivraten auf unter 5 %. Basis einer individualisierten Strategie ist ein standardisiertes präoperatives Staging. Die Wahl des operativen Verfahrens richtet sich nach Tumorhöhe und -stadium und umfasst lokale transanale Resektionen, partielle mesorektale Exzisionen sowie die TME. Minimalinvasive und robotische Verfahren sind bei adäquater Expertise onkologisch gleichwertig, mit potenziellen perioperativen Vorteilen. Anastomoseninsuffizienzen bleiben die schwerwiegendste postoperative Komplikation und benötigen strukturierte Präventions‑, Diagnostik- und Therapiekonzepte. Postoperative funktionelle Einschränkungen sind häufig und erfordern eine entsprechende Betreuung.

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POCHHAMMER, J. Operative therapie des rektumkarzinoms. COLOPROCTOLOGY, 2026, 48(1): 54–65.