Open Access

Koiti Motokawa, Tosisada Mita

1942.3.20TOHOKU JOURNAL OF EXPERIMENTAL MEDICINE

DOI: 10.1620/tjem.42.114

tlooto Summary

Das Verhaltnis der Hohe zur Dauer zeigte nach einem an-fanglichen Ansteigen mit der Zunahme der Belichtungsdauer ein all-mahliches Absteigen, so dass sich umfangreiche Untersuchungen ohne Schwierigkeiten ausfuhren liessen.

Abstract

Die Hauptschwierigkeit in der bisherigen Registriermethode des menschlichen ERG bestand darin, dass man zumindest eine Ableitungs-elektrode auf die Kornea der Versuchsperson aufsetzte. Dies ist im all-gemeinen fur die Versuchsperson so qualend, dass man auf eingehende Untersuchungen verzichten muss. In vorliegender Arbeit wurde der Aktionsstrom der Netzhaut von der Nasenwurzel und der Schlafe abgeleitet, so dass sich umfangreiche Untersuchungen ohne Schwierigkeiten ausfuhren liessen. Die Resul-tate sind folgende: 1. Das ERG des Menschen stimmt izn grossen und ganzen mit demjenigen der Saugetiere uberein. Die negative a-Schwankung lasst sich unter einem mittleren Dunkeladaptationszustand nur durch eine starke Belichtung deutlich hervorrufen. 2. Die c-Schwankung ist vielfach von der Belichtungsdauer ab-hangig, wahrend die b-Schwankung davon wenig abhangt, wenn die Belichtung stark genug ist. 3. Bei schwacherer Belichtung nimmt die Hohe der b-Schwan-kung mit Verlongerung der Belichtungsdauer bis zu einem gewissen Grad zu und erreicht einen konstanten Wert, der fur die gegebene Lichtintensitat charakteristisch ist. Auch die Dauer oder Gipfelzeit der b-Schwankung weist der Belichtungsdauer gegenuber ein im gros-sen und ganzen gleiches Verhalten auf. Aber das Verhaltnis der Hohe zur Dauer zeigte nach einem an-fanglichen Ansteigen mit der Zunahme der Belichtungsdauer ein all-mahliches Absteigen. Dieses Verhaltnis wurde als Erklarungsmog-lichkeit fur die Me Dougallsche paradoxe Helligkeitsempfindung in Erwagung gezogen. 4. Es lassen sich gewisse Formunterschiede des ERG je nach der Wellenlange nachweisen, aber sie gehen bei Abschwachung der Licht-starke zum Teil verloren; man kann allerdings keine vollkommene “Aktionsstromgleichung” durch Intensitatsvariierung allein erzielen. 5. Das Purkinjesche Phanomen ist beim ERG des Menschen leicht nachweisbar. 6. Unter einem mittelmassigen Helladaptationszustand und am leichtesten mit rotem Licht liess sich eine wenigstens am menschlichen ERG bisher noch unbekannte Schwankung nachweisen, die der ge-wohnlichen b-Schwankung vorauseilt und eine Gipfelzeit von etwa 0, 08 Sek. hat. 7. Bei farbenblinden Versuchspersonen (einem Protanopen und einem Deuteranopen) liess sich keine einheitliche Abweichung von normalen Trichrormaten wenigstens unter dem mittelmassigen Hell-adaptation szustand mit Sicherheit nachweisen. Wir mochten dem Saitohoonkai fur finanzielle Unterstutzung unseren besten Dank sagen.

Citation format

MOTOKAWA, Koiti; MITA, Tosisada. üBer eine einfachere untersuchungsmethode und eigenschaften der aktionsströme der netzhaut des menschen. TOHOKU JOURNAL OF EXPERIMENTAL MEDICINE, 1942, 42: 114–133.