Boris Paraschkewow
2004.8.2LEXICOGRAPHICA
Abstract
2003 jährte sich zum 120. Mal das Erscheinen des Wörterbuchs, das man heute kurz Kluge nennt und darunter in Deutschland wie im Ausland das zuverlässige Nachschlagewerk im Hinblick auf Herkunft und Geschichte eines Wortes der deutschen Sprache zu verstehen pflegt. Am Vorabend des Jubiläums brachte der Verlag Walter de Gruyter die 24. Auflage des Kluge in Buchform und als CDROM heraus. Somit wurde die Popularisierung der Ergebnisse der jahrelangen Bemühungen seines Begründers F. Kluge und der gewissenhaften Fortsetzer von dessen Werk A. Götze, W. Mitzka, E. Seebold, den Ursprung und die Entwicklung zahlreicher germanischer und fremder Wörter im Deutschen zu klären, von den modernsten technischen Leistungen unterstützt. In der Herausgabe des Kluge gab es mindestens zwei größere Zesuren. Zu Lebzeiten von Friedrich Kluge (1856–1926) erlebte das Wörterbuch zehn zum Teil verbesserte und vermehrte Auflagen. Die 11.–14. und die 15.–16. (1934–1948 bzw. 1951–1953) wurden hauptsächlich von A. Götze vorbereitet, wonach sich W. Mitzka seiner Bearbeitung (1957–1967) annahm. Zwischen 1967 und 1989 fanden praktisch die neuesten Beiträge zur etymologischen Forschung keinen Eingang in das Wörterbuch. Dann erschien eine von E. Seebold unter Mithilfe von M. Bürgisser und B. Gregor völlig neu bearbeitete Auflage. 1995 und 2002 folgten ihr zwei erweiterte Fassungen (nachstehend zusammen mit der hier besprochenen kurz Kluge/Seebold genannt), in denen die grundsätzliche Umgestaltung des ursprünglichen lexikographischen Konzepts und des Wortartikelaufbaus unbeirrt fortgesetzt wurde. Einige willkürlich ausgewählte Artikel mögen eine Vorstellung davon geben. Der traditionelle Kluge verweist beispielsweise vom nur alphabetisch angeordneten Anführungszeichen auf Gänsefüßchen, wo man liest:
Citation format
PARASCHKEWOW, Boris. Friedrich kluge. etymologisches wörterbuch der deutschen sprache. bearb. von elmar seebold. 24., durchges. und erw. aufl. berlin; new york: De gruyter, 2002, 1023 s. LEXICOGRAPHICA, 2004, 19: 355–367.