G. Gmel, J. Rehm, E. Kuntsche
2003Suchttherapie
Abstract
Ziel: Erstellung eines Uberblicks uber Definitionen, Pravalenzen, Konsumentwicklungen und Folgen des Binge-Trinkens, definiert als Konsum groser Mengen Alkohol pro Anlass, mit besonderem Schwerpunkt auf Europa. Methode: Qualitativer Review aufgrund computerunterstutzter Literaturrecherche. Ergebnisse: Manner zeigen deutlich mehr Binge-Trinken als Frauen. Im relativen Anteil an Binge-Trinken ergibt sich in Europa ein Nord-Sud Gefalle. Besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden sich Zuwachsraten. Auserdem ergeben sich eine Vielzahl negativer sozialer und gesundheitlicher Folgen. Jedoch ist die Vergleichbarkeit der Studien aufgrund von unterschiedlichen Definitionskriterien stark eingeschrankt. Schlussfolgerung: Kulturubergreifende Studien mit vereinheitlichten Definitionskriterien und europaische Forschung mit dem Schwerpunkt auf Konsequenzen des Binge-Trinkens sind dringlich.
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GMEL, G.; REHM, J.; KUNTSCHE, E. Binge-trinken in europa: Definitionen, epidemiologie und folgen. Suchttherapie, 2003, 49: 105–116.