U. Staudinger

2000.10.1PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU

DOI: 10.1026//0033-3042.51.4.185

Abstract

Zusammenfassung. Gegenstand der vorliegenden Uberlegungen ist das Paradox des subjektiven Wohlbefindens, das darin besteht, das viele Menschen sich auch unter widrigen Umstanden wohlfuhlen. Der empirische Mittelwert des Wohlbefindens scheint zudem im moderat positiven Bereich zu liegen. Es wird gezeigt, das dieses Paradox des subjektiven Wohlbefindens nicht nur ein Methodenartefakt ist. Subjektives Wohlbefinden last sich mit relativer Reliabilitat und pradiktiver Validitat messen. Das Paradox last sich auch nicht durch ungenaue Messung der Risikoindikatoren aufklaren, wenn auch abmildern. Ebenso tragen bereichsspezifische, dimensionale und langsschnittliche Erfassung des Wohlbefindens einiges zur Auflasung des Paradox bei. Zentral sind fur die Wohlbefindensregulation jedoch Merkmale und Mechanismen von Selbst und Persanlichkeit, wie Vergleichsprozesse, Anspruchsniveauveranderungen, Zielanpassungen, Bewaltigungsformen und aber auch die Struktur der Selbstdefinition und trait-ahnliche Persanlichkeitscharakt...

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STAUDINGER, U. Viele gründe sprechen dagegen, und trotzdem geht es vielen menschen gut: Das paradox des subjektiven wohlbefindens. PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU, 2000, 51: 185–197.