O. Lüdtke, A. Robitzsch, U. Trautwein, O. Köller

2007.4.30PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU

DOI: 10.1026/0033-3042.58.2.103

Abstract

Zusammenfassung. Fehlende Werte stellen in der empirisch-psychologischen Forschung oftmals ein Problem dar. Haufig verwendete Verfahren wie fallweiser und paarweiser Ausschluss, Regression- und Mean-Imputation sind aus methodischer Sicht defizitar. Alternative Verfahren fur die Analyse von Datensatzen mit fehlenden Werten, die in den letzten drei Jahrzehnten entwickelt wurden, werden in der Forschungspraxis noch selten angewendet. Der vorliegende Beitrag fuhrt zunachst in die grundlegende Terminologie fehlender Werte nach Rubin (1976) ein. Im Anschluss daran wird eine Ubersicht der in der Literatur diskutierten Ansatze zum Umgang mit fehlenden Werten vorgenommen, wobei drei Typen von Verfahren unterschieden werden: klassische Verfahren (z.B. fallweiser Ausschluss), imputationsbasierte Verfahren, in denen fehlende Werte ersetzt (imputiert) werden, und modellbasierte Verfahren, in denen die Schatzung des Modells und die Behandlung der fehlenden Werte in einem Schritt vorgenommen werden. Anhand eines Datenbe...

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LÜDTKE, O., et al. Umgang mit fehlenden werten in der psychologischen forschung: Probleme und lösungen. PSYCHOLOGISCHE RUNDSCHAU, 2007, 58: 103–117.