T. Widmer, K. Frey

2006Zeitschrift fur Evaluation

DOI: 10.5167/uzh-66042

Abstract

Die Ausgestaltung staatlicher oder staatlich delegierter Programme als sogenannte Mehrebenen-Netzwertstrategien ist eine neuere Entwicklung. Da die komplexen Wirkungszusammenhange und Effekte solcher Strategien nicht offensichtlich sind, sondern vertiefte empirische Abklarungen und Analysen bedurfen, ergibt sich ein hoher Bedarf nach Evaluation. Fur die Evaluation haben sowohl der Mehrebenen- als auch der Netzwerkcharakter wesentliche Konsequenzen, welche die analytische Fassung einer Evaluation wie auch deren Ausrichtung massgelblich tangieren. Im vorliegenden Beitrag befassen wir uns zuerst mit den Herausforderungen der Mehrebenenstruktur und zeigen auf, dass die Evaluationsfunktionalitat als ebenenabhangig zu betrachten ist und die Wirkungsstufen immer einer Strukturebene zugeordnet werden mussen. Anschliessend legen wir zentrale Problemfelder eines Netzwerkes als Evaluationsgegenstand offen und regen an, bei der Konzeption einer Evaluation von einem erweiterten Mehrwertsverstandnis auszugehen. Auf der Grundlage dieser Problemanalyse diskutieren wir auf konzeptioneller Ebene zwei Losungsperspektiven: Die fraktionalisierende Perspektive ausgehend von der gesamten Mehrebenen-Netzwerkstrategie und die kompositorische Perspektive, die sich an den einzelnen Elementen der Strategie orientiert. Der Artikel liefert damit einen Diskussionsbeitrag zur konzeptionellen Gestaltung des Evaluationsdesigns von Mehrebenen-Netzwerkstrategien.

Citation format

WIDMER, T.; FREY, K. Evaluation von mehrebenen-netzwerkstrategien. Zeitschrift fur Evaluation, 2006: 287–316.