Inga Kunz
2026.8AKTUELLE UROLOGIE
Abstract
Zusammenfassung Der Übergang von der Kinder- zur Erwachsenenmedizin ist gerade für Hypospadiepatienten herausfordernd. Nicht selten haben Patienten, die bereits in früher Kindheit operativ korrigiert wurden, wenig bis gar keine Kenntnis über die initiale Ausprägung der Hypospadie oder gar über die verwendete operative Technik.Die Probleme, mit denen Hypospadiepatienten im Jugend- und Erwachsenenalter vorstellig werden sind vielfältig und häufig beklagt ein Patient mehr als ein Problem. So sehen wir Harnröhrenstrikturen in jeder nur erdenklichen Ausprägung, einen nicht oder nicht mehr glandulär lokalisierten Meatus, urethrokutane Fisteln, Nachträufeln, Divertikel, Sprühen des Harnstrahls, verbliebene oder wiederkehrende Deviation des Penis, Narbenbildung der Haut, zu kurze ventrale Haut, rezidivierende Harnwegsinfekte, Lichen sclerosus und vieles mehr.Bei der zu planenden Therapie muss auf die Wünsche und Sorgen des Patienten eingegangen, jedoch auch realistisch eingeschätzt werden, was individuell priorisiert werden soll. Nicht selten benötigt ein Patient mehr als eine Korrekturoperation, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.In der Transition soll unser Ziel sein, Ängste abzubauen, empathisch auf die Sorgen und Anliegen der Patienten einzugehen und ein breites Portfolio an Korrekturoptionen zu beherrschen, um individuelle Lösungen finden zu können.
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KUNZ, Inga. Hypospadie als chronisches problem? – nachsorge, versorgung und komplikationsmanagement im jugend- und erwachsenenalter. AKTUELLE UROLOGIE, 2026.